Pädagogisches Konzept

Ich betreue in unserem Haus maximal 5 Kindern im Alter zwischen 0 und 3 Jahren. Dadurch ist  die Beziehung zwischen Eltern, Kind und mir als Tagesvater sehr familiär gestaltet. Dies erleichtert vielen Kindern den ersten Einstieg in eine fremde Betreuungssituation und auch in den Umgang mit anderen Kindern.

Ich verstehe meine Arbeit als familienergänzendes Angebot. Ein Schwerpunkt meiner Tätigkeit liegt neben der spielerischen Förderung jedes einzelnen, mir anvertrauten Kindes, in der engen Zusammenarbeit mit den Eltern, in einer offenen und vertrauensvollen Gesprächbereitschaft und in einer gegenseitigen Verantwortlichkeit.


„Kleine Helden ganz groß“ ist das Motto der Klosterknirpse.


Die entscheidende Person ist hier nicht der Erwachsene, der das Kind erzieht und betreut, sondern das Kind, das sich und sein Umfeld zunehmend entdecken, aus Abhängigkeit befreien und zu Selbstständigkeit gelangen will. Meine Hauptaufgabe als Tagesvater ist es, die dafür nötige Hilfe bereitzustellen. Eine Hilfe, die die Selbst-Bildung möglich macht.

 

Altersgerechte Förderung und Vermittlung von Werten
Ich fördere jedes der Kinder seinem Alter und seiner Neigung entsprechend. Ein geregelter Tagesablauf hilft den Kindern, sich schnell einzufinden und gibt ihnen die Sicherheit und Geborgenheit, die sie in ihrem neuen Umfeld brauchen. Daher sind feste Regeln ein wesentlicher Bestandteil unseres täglichen Ablaufs. Sowohl im Umgang miteinander als auch besonders im öffentlichen Leben müssen die Kinder lernen, sich an bestimmte Regeln zu halten.

Erzieherische Leitziele

Grundsätzlich biete ich dem Kind alles an, was sein Herz höher schlagen lässt, was ihm Spaß bereitet und seine Entwicklung unterstützt. Dabei orientiert sich meine Arbeit an dem Entwicklungs- und Erfahrungsstand des einzelnen Kindes. Ein bedeutender Bestandteil ist hierbei die Sinneserfahrung des Kleinkindes. Sehen, Riechen, Hören, Schmecken und Tasten ist von großer Bedeutung um den eigenen Körper und seine Umwelt wahrzunehmen.

Persönlichkeitsentwicklung und Entwicklung sozialer Fähigkeiten 

Ich fördere die Kinder in der Entwicklung ihres Selbstbewusstseins. Sie sollen ihre Persönlichkeit entwickeln und lernen, ihre Wünsche, Bedürfnisse und Ideen zu äußern und angemessen durchzusetzen. Die Kinder entwickeln ihre sozialen Fähigkeiten, auf andere zuzugehen und sich mit ihnen gut zu verständigen. Sie lernen Aufgaben und Verantwortung zu übernehmen.

Freude am Lernen und Wissenserweiterung – Bildung von Anfang an 

Ich möchte die Neugier der Kinder unterstützen, spielerisch all ihren Sinnen Anregungen bieten. Ein gutes Körpergefühl und Freude an Bewegung zu fördern ist mir wichtig, da auch dies die Kinder in ihrem Selbstwertgefühl stärkt.

Die Kinder sollen Spaß an der Sprache haben und diese als ein wesentliches Ausdrucksmittel nutzen. Ich rege sie an, mit Sprache zu experimentieren, z.B. Reime zu erfinden, Erlebtes und Gefühle in Worte zu fassen.

Sie entwickeln mit meiner Unterstützung lebenspraktische Fertigkeiten. Sie lernen, sich selbstständig anzuziehen, aufs Töpfchen zu gehen, zu essen und sich in der Umgebung zurechtzufinden.

 

Ich fördere die Kinder dabei, ein Gefühl für angenehme und schöne Dinge zu entwickeln. Sie können phantasievoll ihre Ideen beim Malen und Basteln umsetzen. Sie lernen Lieder und Musik kennen.


Auch die Natur ist für Kinder ein ganz bedeutender Erlebnisort, darum gehe ich möglichst oft auf Entdeckungsreise mit den Klosterknirpsen. Natur erleben steigert Phantasie und Kreativität. Ich gehe mit den Kindern möglichst täglich raus in die Natur. Hier lernen die Kleinen Flora und Fauna kennen und können mit den gefundenen Naturmaterialien ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Sie können Wiesen, Felder und den Wald weitgehend selbstständig erkunden und mit all ihren Sinnen erleben und entdecken. Auch werden wir ansässige Bauern besuchen und uns mit deren tierischem Nachwuchs bekannt machen. Durch die viele Bewegung wird gleichzeitig die Motorik geschult und die Kinder entwickeln eine große Ausgeglichenheit.

Betreuung, Gesundheit und Ernährung

Kinder brauchen einen verlässlichen Rahmen, darum gibt es in der Tagespflege z.B. einen Tagesablauf mit festgelegten Bringe- und Abholzeiten und mit geregelten Essens- und Ruhezeiten. Ich gehe auf die Bedürfnisse der Kinder ein. Körperpflege, Schlafbedürfnisse und das Einnehmen der Mahlzeiten nehmen einen großen Raum im Tagesablauf ein.

In der Tagespflege erleben die Kinder alltägliche Situationen, mit Aufgaben, in die die Kinder im Sinne einer Erziehung zur Selbstständigkeit mit einbezogen werden. In den Räumen können sich die Kleinen sicher bewegen und sie lernen den Umgang mit Gefahren. Die Gesundheit der Kinder zu fördern und ihnen eine gesundheitsbewusste Lebensweise nahe zu bringen, sind für mich wichtige Aufgaben.    

Meine Familie und ich sind Nichtraucher. Die Räumlichkeiten, in denen die Kinder betreut werden, sind absolut rauchfreie Zonen.

Ich lege großen Wert auf eine ausgewogene Ernährung. Die Verpflegung ist abwechslungsreich und selbstgekocht. Hierbei verzichte ich auf die Zugabe von Glutamaten und Geschmacksverstärkern.   Die Mahlzeiten werden in einer angenehmen, ruhigen Atmosphäre eingenommen und dabei auf Tischsitten geachtet. Als Getränke reiche ich den Kindern stilles Mineralwasser und ungesüßten Tee, um so auch einen Beitrag zu Ihrer Zahngesundheit zu leisten. Einmal im Jahr werden wir eine Zahnärztin besuchen, um so den Kindern frühzeitig die Angst vor späteren Zahnarztbesuchen zu nehmen.  

Das Obstfrühstück und das Vesper bereite ich mit den Kindern gemeinsam zu. Es ist somit nicht notwendig, den Kindern Essen von zu Hause mitzugeben.

Kleidung, Spielsachen und Bücher

Jedes Kind hat im Spiel seine eigene Ordnung und Sauberkeit. Die Kinder sollten unbekümmert spielen können und sich auch einmal schmutzig machen dürfen. Darum sollten Ersatz-Anziehsachen mitgegeben werden, und z.B. Gummistiefel, Regenzeug und Hausschuhe vorhanden sein.

Das Spielzimmer ist anregend gestaltet, bietet Möglichkeiten zur Bewegung, zum Erforschen und zum Rückzug. Spielmaterialen sprechen die Phantasie des Kindes an und sind vielseitig verwendbar. Ich bevorzuge Spielzeug, das die Neugier anregt und das Herausforderungen beinhaltet.

Kinder können in Bilderbüchern Dinge entdecken, Begriffe lernen und Gefühle entwickeln. Sie erleben und bewältigen unbekannte Situationen und lernen, sich "in der Welt" zurechtzufinden. Kindern Geschichten zu erzählen und vorzulesen ist eine wichtige Form um ins Gespräch zu kommen. Die Kinder entwickeln so ihren Sprachschatz und Phantasie. In der Buchsammlung finden die Kleinen gute Bilder- und Vorlesebücher, Bücher mit Liedern und Reimen und Kindergeschichten.


Zusammenarbeit mit den Eltern

Ich verstehe die Zusammenarbeit mit den Eltern als Erziehungspartnerschaft. Ein Tagespflegekind muss sich in zwei unterschiedlichen Familien zurechtfinden. Dabei benötigt es Unterstützung. Ich möchte neuen Eltern und Kindern den Einstieg in die Kindertagespflege erleichtern. Sie lernen die Tagespflegestelle kennen und werden mit dem Alltag der Tagespflege vertraut gemacht. Jedes Kind hat ein  eigenes Tempo der Eingewöhnung, für die ein Zeitraum von ein bis zwei Wochen einzuplanen ist. Nur so kann das Kind ohne Ängste in der neuen Situation Vertrauen fassen. Um eine gute Zusammenarbeit aufzubauen, ist mir grundsätzliche Offenheit und das Einhalten verbindlicher Absprachen mit den Eltern des Tagespflegekindes wichtig. Mit einem guten Kontakt und einer engen Zusammenarbeit bieten wir Erwachsenen dem Kind eine gemeinsam abgestimmte Betreuung und Erziehung. Gespräche in einer möglichst entspannten, ruhigen Übergabesituation gehören dazu.

Außerdem möchte ich die Bildungsmomente und Lernschritte der Kinder so gut es geht in Wort und Bild festhalten, um die Persönlichkeitsentwicklung während der Betreuungszeit auch für die Eltern sichtbar zu machen.